Giftpflanzendatenbank

Lateinischer Name

Deutscher Name

Bemerkung

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Gifteinwirkung für die Tiere


Aconitum spec.

Eisenhut

stark giftig

"Eisenhut ist die giftigste Pflanze Europas. Er enthält vorwiegend in den Knollen, aber auch sonst in der ganzen Pflanze das stark wirksame Alkaloid Aconitin. Schon wenige Gramm der Pflanze (entsprechend 3 - 6 mg Aconitin) können für einen Erwachsenen tödlich wirken. Das Gift ist auch in der Lage durch die Haut einzudringen. Somit sind besonders Kinder gefährdet, die beim Spiel Pflanzenteile abpflücken und verschlucken. Vergiftungserscheinungen zeigen sich schon nach 10 - 20 Minuten. Zuerst tritt ein Kribbeln im Mund, in Fingern und an den Zehen auf. Es kommt zu Schweißaus-brüchen, Erbrechen, starken Koliken und Durchfällen. Die Körpertemperatur sinkt ab, die Atmung wird unregelmäßig, der Blutdruck sinkt, der Tod erfolgt durch Herz-versagen oder Atemstillstand. Der Exitus erfolgt bei starker Vergiftung schon nach 30 - 45 Minuten. Der Patient ist die ganze Zeit bei vollem Bewusstsein und leidet stärkste Schmerzen."

Eisenhut ist für folgende Tierarten sehr giftig: Pferde, Rinder und Kühe, Schweine, Schafe, Hunde und Katzen, Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen sowie für Vögel. Vergiftung zeigt sich in starkem Speichelfluss,Pupillenvergrößerung, Erregungen, Unruhe, Durchfällen, Krämpfen, erhöhte Körpertemperatur,  Herzrhythmus-störungen und aufsteigende Lähmung mit Lähmung von der Gesichtsmuskeln und der Zunge. Der Tod tritt unter starken Schmerzen durch Atemlähmung oder Versagen des Kreislaufes ein, wobei die tödliche Dosis beim Pferd ist 200 – 400g

der frischen Pflanzenteile ist, möglicherweise aber auch deutlich weniger; beim Hund 5 g der getrockneten Wurzel. Ziegen soll der Eisenhut nichts anhaben,

er wird aber meist von ihnen verschmäht.

Adenium obesum

Wüstenrose

stark giftig

Die Pflanze enthält unter anderem Cardenolide und Honghelin. Wüstenrose hat eine ähnliche Giftwirkung wie Roter Fingerhut und zählt somit zu den stark giftigen Pflanzen. Im Falle einer Vergiftung kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Herz- und Kreislaufstörungen, bei starker Vergiftung zu Herzlähmung. In ihrer Heimat verwendet man die Pflanze als Pfeilgift.

Die Wüstenrose ist giftig für Hunde und Katzen, auch für Nager, wie Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen sowie für Vögel. Vergiftung zeigt sich durch Erbrechen, Reizungen der Schleimhäute, Magen- und Darmbeschwerden mit Krämpfen und Durchfall. Bei stärkerer Vergiftung folgen Herz-Kreislauf-störungen und Tod durch Herzstillstand.


Adonis vernalis

Frühlings-Adonisröschen

stark giftig

Adonisarten enthalten Herzglycoside und sind in Ihrer Wirkung der des Roten Fingerhutes sehr ähnlich. Der Vergiftungsverlauf zeigt sich in Übelkeit und Erbrechen, Krämpfen und Durchfällen. Weiterhin kann es zu Störungen des Herzrhythmus und auch zu Atemnot kommen. Bereits 0,02 g des Giftes führen zu Erbrechen und Durchfall.

Adonisröschen wirkt giftig auf Pferde, Hunde und Katzen, Hamster, Meerschweinchen, auch auf  Hasen und Kaninchen. Vergiftung zeigt sich in Erbrechen, blutigem Durchfall; die Tiere sind benommen und taumeln, es kommt zu Herzrhythmusstörungen und bei entsprechend starker Vergiftung zum Herzstillstand.


Aglaonema commutatum

Kolbenfaden


Die gesamte Pflanze ist giftig und in ihren Giftstoffen und Wirkung mit dem Aronstab vergleichbar. Beim Berühren der Pflanze kann es zu Hautrötung und Entzündungen kommen. Eine Vergiftung bei innerer Aufnahme zeigt sich durch Entzündungen der  Mundschleimhäute und Anschwellen der Lippen, auf der Zunge und im Rachen kommt es zu schmerzhaftem Brennen. Es können sich unregelmäßiger Herzschlag, Krämpfe und innere Blutungen einstellen.

Kolbenfaden ist giftig für Hund und Katze sowie für Nager, wie Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, etc. sowie für Vögel. Die Symptome sind Erbrechen und Durchfall, Speichelfluss, Krämpfe, Blutungen am Zahnfleisch, Magen, Darm und Uterus, Herzrhythmusstörungen. Auch kann es zu Leber- und Nierenschäden kommen.


Aloe spec.

Aloe



Die Aloepflanze ist giftig für Katzen und Vögel. Die Giftstoffe wirken stark abführend und es kommt zur Reizung der Nieren. Der im Handel erhältliche Aloesaft ist ungefährlich.


Amaryllis belladonna

Belladonnalilie

stark giftig

Die Belladonnalilie enthält als Hauptwirkstoff das Lycorin. Die größte Konzentration findet sich in der Zwiebel, 2 - 3 g können bereits tödlich wirken. Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Erbrechen, starke Schweißausbrüche, erhöhter Speichelfluss und Durchfall. Der Patient fühlt sich außerdem benommen und es kann  zu Schädigungen der Niere und zu Lähmungen kommen. Die Giftstoffe können auch Reizungen der Haut hervorrufen

Die Belladonnalilie ist giftig für Hunde und Katzen, Kaninchen, Hasen und andere Nager, wie Hamster, Meerschweinchen sowie für Vögel. Vergiftungsverlauf ist ähnlich wie beim Menschen, zusätzlich kann es noch zu Herzrhythmusstörungen kommen.


Anthurium spec.

Flamingoblume


Die gesamten Pflanzen enthalten den Scharfstoff Aroin sowie Kalziumoxalat-Nadeln, die bei Berührung herausschießen können und so zu Verletzungen der Haut führen. Äußerlich kommt es zu Entzündungen der betroffenen Stellen und der Augen. Innerlich aufgenommen bewirken die Giftstoffe Brennen und Anschwellen der Zunge sowie der Mundschleimhäute. So hat der Patient auch Schluckbeschwerden und Sprachstörungen. Die weiteren Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Magen- Darmbeschwerden mit Durchfällen und Krämpfen; auch Erregungen und Lähmungen sind möglich.

Die Flamingoblume wirkt giftig auf Hunde und Katzen, Nager, wie z. B. Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster sowie auf Vögel. Die Symptome einer Vergiftung starker Speichefluss, Erbrechen, Durchfall, und Schluckbeschwerden.


Begonia spec.

Begonie


Es gibt sowohl giftige, wie auch ungiftige Begoniearten. Zu den giftigen zählen unter anderem Begonia gracilis und Begonia rex. Die Hauptwirkstoffe sind Calciumoxalate und Oxalsäure. Eine Vergiftung kann sich in Reizung der Schleimhäute, vermehrter Harnausscheidung, Erbrechen und Durchfall zeigen. Die Durchfälle können teils recht stark und auch blutig sein.

Begonien können giftig sein für Pferde, Hunde und Katzen, Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und andere Kleinsäuger sowie für Vögel. Die Symptome sind Erbrechen (außer natürlich beim Pferd) und Durchfall. Blutiger Durchfall ist nach der Aufnahme von der Knollenbegonie zu erwarten.


Buxus  sempervirens

Buchsbaum

stark giftig

Alle Teile der Pflanze, vor allem aber die Blüten und die junge Rinde enthalten das Alkaloid Cyclobuxin. Die Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Durchfälle, Übererregbarkeit und Krämpfe.  Bei starker Vergiftung kann es auch zu Lähmungen und sogar zum Tod durch Atemlähmung kommen. Dies geschieht gewöhnlich nur bei falscher Anwendung der Pflanze in der Volksheilkunde.

Schweine, die nur 500 g Buchsbaum gefressen haben, erlitten Atembeschwerden, Krämpfe mit erheblichen Schmerzen, etliche Tiere starben. Für Pferde sind 750 g Buchsbaumblätter tödlich. Auch Rinder und Kühe, insbesondere Jungtiere sind gefährdet. Buchsbaum ist weiterhin giftig für Hunde und Katzen sowie für Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster sowie für Vögel.


Caladium bicolor

Buntwurz


Alle Teile der Pflanze enthalten Calciumoxalat und scharfen Pflanzensaft. Werden größere Mengen der Pflanze zu sich genommen kann es zu Darmentzündungen kommen. Die für Kinder toxische Menge ist natürlich geringer, als die der Erwachsenen.

Die Buntwurz wirkt giftig auf Hunde und Katzen, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und andere Nager sowie auch auf Vögel. Vergiftungserscheinungen sind starker Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, und Schluckbeschwerden.


Clivia miniata

Klivie


Der Hauptwirkstoff ist das Alkaloid Lycorin. Die Symptome einer Vergiftung mit dem Riemenblatt sind Übelkeit, Erbrechen, erhöhter Speichelfluss sowie Schweißausbrüche und Durchfall. Ferner kann es zur Schädigung der Niere und zu Lähmungen kommen. Auch der Kontakt mit der Pflanze kann äußerlich zu Reizungen der Haut führen. Familien mit Kinder ist es abzuraten diese Pflanze zu halten

Das Riemenblatt ist für Hunde und Katzen giftig. Der Vergiftungsverlauf ist Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, nehmen die Tiere größere Mengen auf, kann es zu zentralen Lähmungen kommen.


Codiaeum variegatum

Kroton, Wunderstrauch

stark giftig

Der Pflanzensaft enthält giftige Eiweißverbindungen. Die Vergiftungs-erscheinungen sind Brennen im Mund, Erbrechen und Durchfälle sowie Darmkrämpfe. Bei häufigem Kontakt kann es auch zu allergischen Reaktionen der Haut kommen. Familien mit Kindern sollten den Kroton nicht halten.

Kroton ist giftig für Hunde, Katzen, Hasen, Kaninchen, vermutlich auch für andere Nager, wie Meerschweinchen und Hamster sowie für Vögel. Die Vergiftungssymptome sind Speichelfluss, Reizungen der Schleimhäute im Maul, Erbrechen und Durchfall, der auch blutig sein kann.


Cycas revoluta

Palmfarn


Die Pflanze enthält den Wirkstoff Cycasin. Besonders giftig sind Samen und Wurzeln. Eine Vergiftung zeigt sich durch Erbrechen und blutigen Durchfall.

Palmfarn ist giftig für Hunde und Katzen, möglicherweise auch für andere Tiere. Die Vergiftungssymptome sind Erbrechen und Durchfall (auch blutig), Magen- und Darmbeschwerden, Krämpfe sowie Schwächeanfälle. Eine entsprechend starke Vergiftung führt zu Koma und Leberschädigung.


Cyclamen persicum

Alpenveilchen

stark giftig

Vor allem in der Knolle des Alpenveilchens finden sich Triterpensaponine, unter anderem das Cyclamin.

Bereits 0,2 g der Knolle lösen erste Vergiftungserscheinungen aus und 8 g gelten als tödliche Dosis!

Die Symptome sind Übelkeit und Erbrechen, Schweißausbrüche sowie starke Magenbeschwerden mit Durchfällen. Weiterhin kommt es zu Kreislaufstörungen und bei tödlichen Dosen erfolgt Atemlähmung. Der Saft wirkt auch äußerlich entzündlich auf die Haut und auf die Augen.

Alpenveilchen kann auf folgende Tierarten giftig wirken: Hunde, Katzen, Hasen, Kaninchen und andere Nager (Meerschweinchen, Hamster) und Vögel. Vergiftungsverlauf ist ähnlich wie beim Menschen.


"Cytisus scoparius (Sarothamnus scoparius)"

Besenginster

stark giftig

Besenginster enthält das Alkaloid Spartein, der Wirkstoff findet sich vorwiegend in Samen und Blättern und gilt als stark giftig. Vergiftung zeigt sich schon nach dem Verzehr von 5 - 10 Samen. Es kommt zu Übelkeit sowie zu Beschwerden in Magen und Darm. Geringere Mengen des Giftes bewirken erhöhte Harn-ausscheidung sowie Erregung von Darm und Gebärmutter. Bei größeren Dosen zeigt sich erhöhter Herzschlag und, bedingt durch die erhöhte Durchblutung der Herzkranzgefäße kann es auch zum Kreislaufversagen und dadurch zum Kollaps kommen. Deutscher Ginster, Färber-Ginster, Stechginster sowie verschiedene Zier-Ginsterarten enthalten das Gift Cytisin, das sich auch im Goldregen findet. Entsprechend stellt sich bei einer Vergiftung mit diesen Arten Erbrechen, Krämpfe, Lähmungen und Kreislaufstörungen ein. Nach einer Steigerung des Blutdrucks, kommt es zu Blutdrucksenkung und bei entsprechend starker Vergiftung zur Lähmung des Atemzentrums.

Der Besenginster ist giftig für Pferde, vor allem aber für Schafe, weiterhin für Hunde und Katzen, Hasen und Kaninchen sowie für Hamster und Meerschweinchen und für Vögel. Eine Vergiftung zeigt sich in Übelkeit, erhöhtem Speichelfluß, Erbrechen und Durchfall, Unruhe, Erregung, Lähmungen, Verstopfungen bis zum Darmverschluss  und Bewusstlosigkeit. Bei trächtigen Stuten können sich Wehen einstellen. Der Strauch soll nicht an Goldfischteichen gepflanzt werden, da Samen, die ins Wasser fallen, für die Fische tödlich sein können. Schafe allerdings, die vom Ginster gefressen haben, sollen gegen Schlangengift weniger empfindlich sein.


Dieffenbachia senguine

Dieffenbachie

stark giftig

Die Wirkstoffe sind Glycoside, Alkaloide, Saponine sowie  Calciumoxalat-Nadeln. Beim Berühren der Pflanze öffnen sich so genannte Schießzellen, welche die Nadeln und die anderen Giftstoffe herausschießen und somit zu Verletzungen der Haut und des Auges führen können. Äußerlich kommt es zu starken Reizungen der Haut. Gelangt der Saft in das Auge, so erfolgt Entzündung und Verätzung der Bindehaut, starker Tränenfluss und Krämpfe der Lider. Bei innerer Aufnahme sind die Symptome Brennen, Anschwellung und Rötung der Schleimhäute sowie der Zunge, zu erhöhter Speichel-produktion, zu Sprechbehinderung und Schluckbeschwerden. Weitere Folgen der Vergiftung können Übelkeit, Durchfall, Störungen des Herzrhythmus, Benommenheit und Lähmungen sein. Die Giftwirkung ist bei den einzelnen Arten unterschiedlich. Einen hohen Wirkstoffgehalt weisen die Arten Dieffenbachia seguine und Dieffenbachia picta auf. Seien Sie vor allen vorsichtig, wenn Sie die Blätter abstauben oder putzen, auf diese Weise kann das Gift schnell in die Augen gelangen.

Die Dieffenbachie kann für unsere Haustiere gefährlich, sogar tödlich sein. Sie wirkt giftig auf Hunde und Katzen, Nager, wie Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster, aber auch auf Vögel. Eine Vergiftung der Tiere zeigt sich in starker Reizung des Mauls, Reizung von Magen, Darm und Hals. Die Tiere haben Schluckbeschwerden, Atemnot, Verlust der Stimme; auch kommt schon mal blutiger Durchfall vor. Vögel sind gestorben, nach dem sie an der Dieffenbachie geknabbert haben.


Digitalis spec.

"Roter Fingerhut und andere Arten"

stark giftig

Fingerhut enthält vorwiegend in ihren Blätter die hochgiftigen Digitalisglycoside. Der Gehalt der Glycoside schwankt je nach Tages- und Jahreszeit zw. 0,1 und 1 %. Nachmittags ist der Gehalt höher als am Vormittag. Die Symptome einer Fingerhutvergiftung sind Übelkeit und Erbrechen, das tagelang anhalten kann. Es erfolgen Sehstörungen, verminderte Pulsfrequenz, teilweise unter 50 Schlägen, im weiteren Vergiftungsverlauf auf unter 20 Schlägen pro Minute sinkend. Trotzdem steigt der Blutdruck an, es kommt zu Herzrhythmusstörungen. letztlich kann der Tod durch Herzstillstand eintreten. Die tödliche Dosis liegt etwa bei 2,5 g der Blätter.

Alle Digitalis-Arten sind giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Ziegen, Hunde und Katzen, Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster sowie für Vögel. Vergiftung zeigt sich in Erbrechen, blutigem Durchfall; die Tiere sind benommen und taumeln, es kommt zu Herzrhythmusstörungen und bei entsprechend starker Vergiftung zum Herzstillstand. Für Pferde liegt die Tödliche Dosis bei 25 g der getrockneten und 100 - 200 g der frischen Blätter. Rinder können bis zu 150 g der getrockneten Blätter vertragen; für Hunde allerdings sind 5 g bereits tödlich.


Dracaena drago

Drachenbaum

nur leicht tiergiftig,

für den Menschen ungefährlich

Die Pflanze enthält Saponine, ist aber für den Menschen nicht gefährlich

Drachenbaum ist nur leicht giftig für Hunde und Katzen sowie für Hasen und Kaninchen. Bei Katzen wurden nach Aufnahme der Blätter Durchfälle beobachtet.


Euphorbia milii

Christusdorn

Milchsaft kann zu zeitweiser Blindheit

bei Tieren führen

Die Pflanze enthält in ihrem Milchsaft Triterpene und Diterpenester. Eine Vergiftung zeigt sich durch Kopfschmerzen und Benommenheit. Es kann auch zum Schock und zur Schädigung der Nieren kommen.

Der Christusdorn ist giftig für Hunde und Katzen sowie für Nager, wie Hasen, Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen. Symptome einer Vergiftung sind Reizung der Magenschleimhaut, Magenbeschwerden und Koliken. Kommen die Augen der Tiere mit dem Milchsaft in Berührung, kann es zu zeitweiser Blindheit kommen.


Euphorbia pulcherrima

Weihnachtsstern

stark giftig

Neue Zuchtformen auf der Fensterbank gelten möglicherweise als ungefährlich. Allerdings sind sicher nicht alle Zuchtformen auf ihre mögliche Giftigkeit getestet worden; von daher wäre ich immer vorsichtig. Als Giftstoff soll der Milchsaft nach älteren Angaben Diterpene enthalten haben, die aber neueren Untersuchungen nach nicht nachgewiesen wurden. Festgestellt wurden ß-Amyrin und Germanicol. Allerdings werden Weihnachtssterne gerne mit Pflanzenschutzmittel (Pyrethroide) behandelt. Dadurch kann es zu sekundärer Vergiftung kommen. Die Symptome sind oft unterschiedlich. Im Falle einer Vergiftung kommt es zu  Erbrechen, Durchfall, Benommenheit und Schläfrigkeit; auch Zittern und erhöhte Temperatur sind möglich.

Tiere reagieren auf das Gift empfindlicher als Menschen; eine Gefahr besteht für Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und andere Nager, für Katzen und Hunde sowie für Vögel. Vergiftung zeigt sich in starken Schleimhautreizungen, Magen- Darmbeschwerden mit Krämpfen und oft blutigem Durchfall, Absinken der Körpertemperatur, Lähmungen, blutigem Harn und Kot, Taumeln, Leberschädigung und Herzrhythmusstörungen. Bei kleineren Tieren ist Tod durch eine Weihnachtsstern-Vergiftung nicht ausgeschlossen.


Ficus Arten

Birkenfeige


Die Pflanzen enthalten im Milchsaft Harz, Kautschuk, Furocumarine und flavonoide Verbindungen. Nach Aufnahme von Ficus-Blättern kann es zu Erbrechen und Bauchschmerzen kommen. Ficus-Arten gelten für Menschen nur als leicht giftig.

Ficus-Arten sind giftig für Katzen und Hunde sowie für Vögel. Vergiftung zeigt sich in Erbrechen und Durchfall und Schleimhautreizungen. Viele Vögel haben problemlos am Ficus geknabbert, allerdings sollte man die Pflanze dennoch außerhalb der Reichweite von Vögeln aufstellen, denn Lähmungen und auch Tod ist nicht auszuschließen. Ein Zwerghase starb nachdem er 3-4 Blätter von Ficus pumila gefressen hatte. Die Gummibaumblätter zeigten in Tierversuchen mit Ratten und Mäusen keine toxische Wirkung.


Gloriosa superba, Gloriosa rothschildiana

Prachtlilie, Ruhmeskrone

stark giftig

Der Hauptwirkstoff ist das Colchicin, der gleiche Giftstoff, wie in der Herbstzeitlose. Zuerst kommt es zu Schluckbeschwerden und zu Kratzen und Brennen im Mund- und Rachenbereich. Es stellen sich Erbrechen, Magen- und Darmbeschwerden, Krämpfe und auch blutige Durchfälle ein. Die Extremitäten werden kalt, es kann zu grauer Hautfarbe kommen. Weiterhin erfolgt Herzrasen und Kreislaufschädigung, die sich durch Abfallen der Körpertemperatur, sowie des Blutdrucks bemerkbar macht. Die Pflanze ist tödlich giftig. Familien mit Kinder sollten sie auf keinen Fall halten.

Die Prachtlilie ist giftig für Hunde und Katzen, Nager, wie z. B. Kaninchen und Hasen, Meerschweinchen und Hamster sowie auch für Vögel. Natürlich ist Sie auch für Großvieh giftig, nur ist eine Vergiftung kaum zu erwarten, da es sich um eine Zimmerpflanze handelt. Vergiftungssymptome sind Verweigerung der Nahrung, Magen- Darmbeschwerden, Erbrechen, Speichelfluss, Schweißausbrüche, Koliken und blutiger Durchfall. Es kommt weiterhin zu Kreislaufstörungen und zu Lähmungen. Der Tod tritt bei entsprechend starker Vergiftung nach 1 - 3 Tagen durch Atemlähmung ein.


Helleborus niger

"Christrose Schwarze Nieswurz"


stark giftig

Die Pflanze enthält das Saponin Helleborin und Protoanemonin. Die Vergiftungs-erscheinungen sind Übelkeit, Durchfall, Entzündungen der Mundschleimhäute, Herzrhythmusstörungen, erweiterte Pupillen, Atemnot und starker Durst. Es kann auch zum Tod durch Atemlähmung kommen. Schwere Vergiftungen können schon nach dem Verzehr von 3 reifen Samenkapseln eintreten.

Nieswurzarten sind giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Hunde und Katzen, Hasen, Kaninchen sowie Meerschweinchen und Hamster, aber auch für Vögel. Die Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Koliken, nervöse Erregung und Lähmung.


Hippeastrum spec.

Amaryllis

stark giftig

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Ritterstern enthält vorwiegend in der Zwiebel, aber auch sonst in der ganzen Pflanze verschiedene Alkaloide, Hauptwirkstoff ist das Lycorin.

Die Pflanze gilt als stark giftig.  Die Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit und Erbrechen, starker Schweißausbruch, erhöhter Speichelfluss, Benommenheit und Durchfall. Es kann auch zur Schädigung der Nieren sowie zu Lähmungen kommen. Durch den Kontakt mit der Pflanze können sich auch Hautreizungen einstellen. Familien mit Kindern sollten diese Pflanze nicht halten.

Tiergiftig:

Die Ritterstern ist giftig für Hunde und Katzen, Kaninchen, Hasen und andere Nager, wie Hamster, Meerschweinchen sowie für Vögel. Vergiftungsverlauf ist ähnlich wie beim Menschen, zusätzlich kann es noch zu Herzrhythmusstörungen kommen.


Kalanchoe blossfeldiana

Flammendes Käthchen


Giftig sind auf jeden Fall die wild lebenden Arten. Ob dies auch auf unsere Zimmerpflanze zutrifft ist unklar. Dokumentiert ist die Vergiftung eines Kleinkindes mit dem Flammenden Käthchen; dabei kam es zu Erbrechen und Durchfall.

Die Pflanze soll für Katzen giftig sein. Die Tiere leiden unter erschwertem Atmen, Schüttelkrämpfen sowie unter Lähmungen


Monstera spec.

Fensterblatt


Das Fensterblatt enthält Scharfstoffe, ähnlich dem Aronstab und Kalziumoxalat-Nadeln. Wie bei der Dieffenbachie können die Nadeln und die Giftstoffe beim Berühren der Pflanze herausschießen und so zu Verletzungen der Haut führen. Äußerlich kommt es zu Hautentzündungen  und zu Entzündungen der Augen.  Innerlich bewirken die Stoffe Reizungen der Schleimhäute und der Zunge in Form von Anschwellen und Brennen. Dies kann Schluckbeschwerden und Sprach-behinderung zur Folge haben. Die weiteren Symptome zeigen sich in Übelkeit, Erbrechen und Magen- und Darmbeschwerden.

Fensterblatt ist giftig für Hunde und Katzen, Nager, wie z. B. Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster sowie für Vögel. Die Symptome einer Vergiftung sind starker Speichefluss, Erbrechen, Durchfall, und Schluckbeschwerden.


Persea gratissima

Avocado

stark giftig

Für den Menschen ist die Avocado ungiftig.

Allerdings hat das Fruchtfleisch und auch der Kern der Avocado (Inhaltsstoff Persin) eine zum Teil recht starke Giftwirkung auf  Pferde, Rinder, Ziegen, Schafe, Hunde und Katzen, Kaninchen, Hasen, Ratte und Mäuse, Meerschweinchen, Hamster, Fische und Vögel.Tödliche Vergiftung ist bei Vögeln und anderen kleineren Tieren nicht selten. Die Anzeichen einer Vergiftung sind Atemnot, Husten, erhöhte Pulsfrequenz, Wassereinlagerung an der Unterhaut, besonders am Hals und Unterbauch, Bauchwassersucht und Zeichen der Herzvergrößerung. Eine Vergiftung ist nicht therapierbar.

Philodendron spec.

Philodendron-Arten


Die Pflanzen enthalten aroinähnliche Scharfstoffe und Kalziumoxalat, das mittels Schießzellen Verletzungen der Haut verursachen kann. Äußerlich wirken die Giftstoffe reizend auf die betroffenen Hautpartien und, falls betroffen, auch auf die Augen. Innerlich aufgenommen kommt es zu Brennen im Mund und zum Anschwellen der Schleimhäute und der Zunge. Es stellen sich Übelkeit, Erbrechen sowie Magen- Darmbeschwerden mit Durchfall ein; auch sind Erregung und Krämpfe möglich.

Philodendron ist giftig für Hunde und Katzen, Hasen und Kaninchen, vermutlich auch für andere Nager, wie Meerschweinchen und Hamster. Er wirkt auch giftig auf Vögel. Vergiftungserscheinungen sind starker Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Zittern, Unruhe. Bei Katzen kann es zu einer Schädigung der Nieren kommen.


Prunus dulcis var. Amara

Bittermandel

stark giftig

Bittere Mandeln sind giftig, denn Sie enthalten das Glycosid Amygdalin, das durch ein Enzym und durch die Magensäure in Blausäure gespalten wird. Eine bittere Mandel enthält ca. 1 mg Blausäure, 6 - 10 Mandeln gelten als tödliche Dosis bei Kinder, 50 - 60 Kerne bei Erwachsenen. Im Falle einer Vergiftung kommt es zur Lähmung des Atemsystems. Das Gift Amygdalin kommt auch in den Kernen, bzw. Samen von Pfirsich, Kirsche, Pflaume, Apfel und Birne vor, wobei sich die deutlich größte Menge in der bitteren Mandel findet.

für alle Tiere als Nahrungsmittel absolut ungeeignet und für viele Tierarten sicher tödlich giftig.


Rhododendron simsii

Azalee


Azaleen enthalten, wie auch die freiwachsenden Rhododendronarten, Acetylandromedol. Die Symptome einer Vergiftung sind Übelkeit, Erbrechen, Entzündungen von Magen und Darm mit Durchfällen und Krämpfen. Es kommt zum Kribbeln der Haut, zu Schweißausbrüchen und zu verlangsamter Herztätigkeit sowie zu Störungen des Herzschlages.

Azalee wirkt giftig auf Hunde und Katzen, auf Nager (Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen) und auf Vögel. Eine Vergiftung zeigt sich in Erbrechen, Speichelsfluß, Durchfall, Zittern, Krämpfen, schwachem Puls sowie langsamem und angestrengtem Atmen. Die Tiere leiden auch unter Depressionen


Sansevieria trifasciata

Bogenhanf


Der Bogenhanf enthält giftige Saponine. Die Symptome einer Vergiftung sind Übelkeit und Erbrechen sowie Krämpfe und Durchfall. Die Giftstoffe sind auch in der Lage das Blut zu zersetzen.

In Tierversuchen hat die Pflanze auf Ratten und Mäuse tödlich gewirkt. Giftig ist sie auch für Hunde, Katzen, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster.


Scindapsus spec.

Efeutute


Die Pflanzen enthalten aroinähnliche Scharfstoffe und Kalziumoxalat, das, wie bei den anderen Aronstabgewächsen auch, zu Verletzungen der Haut führen kann. Die Symptome sind äußerlich Entzündungen der betroffenen Hautpartien sowie der Augen.  Innerlich bewirkt die Vergiftung zuerst Brennen und Anschwellen der Schleimhäute im Mund und der Zunge. Es erfolgt Übelkeit, Erbrechen, Magen- Darmbeschwerden mit Durchfall sowie Krämpfe.

Die Efeutute wirkt giftig auf Hunde und Katzen, Nager, wie Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und auf Vögel. Die Symptome einer Vergiftung sind Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall sowie Schluckbeschwerden.


Solanum capsicastrum

Korallenbäumchen

stark giftig

Die gesamte Pflanze enthält als Hauptwirkstoff das Solanocapsin. Die roten Beeren können für Kinder gefährlich werden und gerade Familien mit Kleinkindern sollten diese Pflanze außer Reichweite halten. Die Vergiftungssymptome sind Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, die Pupillen erweitern sich und der Patient wird schläfrig. Im Extremfall kann es zur Atemlähmung kommen.

Das Korallenbäumchen ist giftig für Hunde und Katzen, Nager, wie Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen und für Vögel. Die Symptome einer Vergiftung zeigen sich durch Erbrechen, Durchfall sowie Magen- und Darmbeschwerden

Spathiphyllum floribundum

Einblatt


Die Pflanze enthält Scharfstoffe wie der Aronstab. Die Giftstoffe bewirken Reizungen auf der Haut in Form von Brennen und Entzündungen. Die gleichen Symptome sind auch bei innerer Aufnahme festzustellen. So kommt es zu Reizungen und zum Anschwellen der Schleimhäute sowie zu Magen- und Darmbeschwerden mit Krämpfen.

Das Einblatt ist giftig für Hunde und Katzen, für Nager, wie unter anderem Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster sowie für Vögel. Vergiftungserscheinungen sind starker Speichelfluß, Erbrechen, Durchfall, und Schluckbeschwerden.

Syngonium podophyllum

Purpurtute


Die Purpurtute enthält, wie andere Aronstabgewächse auch, Caciumoxalat und Oxalsäure. Somit zeigt sich eine Vergiftung durch Brennen der Mundschleinhäute, Anschwellen der Lippen, Magen- Darmbeschwerden und Durchfall. Bei starker Vergiftung könnte es auch zu inneren Blutungen und Krämpfen kommen.

Die Pflanze ist giftig für Hunde und Katzen und für Kleinsäuger (z. B. Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen) sowie für Vögel. Vergiftung zeigt sich durch Speichelfluss, Schluckbeschwerden, Erbrechen und Durchfall, Blutungen von Zahnfleisch, Magen, Darm und Unterus

Taxus baccata

Eibe

stark giftig

Die Nadeln und Samen enthalten das herzwirksame Alkaloid Taxin, der rote Samenmantel ist giftfrei. Die Wirkung auf das Herz ist stärker als die der Fingerhutblätter. Die ersten Vergiftungserscheinungen beginnen bereits nach etwa einer Stunde. Es kommt zu Erbrechen, Durchfällen, zu Schwindelgefühl, Leibschmerzen, zur Pupillenerweiterung und schließlich zu Bewußtlosigkeit. Außerdem verfärben sich die Lippen des Patienten rot, die Herzfrequenz beschleunigt sich erst, um sich danach immer mehr zu verlangsamen. Der Blutdruck sinkt ab, und es erfolgt oft schon nach 1 1/2 Stunden der Tod durch Herzstillstand.

Die Eibe ist tödlich giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Schafe, Ziegen, Schweine, Katzen und Hunde, Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, Ratten, Mäuse und für Vögel. Die Vergiftungserscheinungen sind Speichelfluss, die Tiere haben Schaum vor dem Maul, weiterhin starke Entzündung von Magen und Darm, Krämpfe, Durchfall oder auch Verstopfung, ferner Blasenentzündung verbunden mit zuerst starkem, später vermindertem Harndrang, Taumeln, Herz- und Kreislaufkollaps und Atemlähmung. Die tödliche Dosis nach Aufnahme der Eibennadeln liegt für Pferde liegt bei 100 -200 g; der Tod kann bereits nach 5 Minuten eintreten.

Yucca elephantipes

Palmlilie


Die Pflanze enthält Saponine, ist aber für den Menschen ungefährlich.

Bei Katzen, Hunden sowie bei Nagern, wie Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamstern löst eine Vergiftung teils schwere Schleimhautreizungen aus. Weitere Vergiftungssymptome wären möglicherweise Speichelfluss, Erbrechen, Magen- Darmbeschwerden und Durchfall. Auch können die roten Blutkörperchen zersetzt werden.


Zantedeschia aethiopica

Aronkelch, “Zimmercalla”


Die Pflanze enthält Scharfstoffe. Die Vergiftungssymptome sind Übelkeit, Erbrechen, Brennen im Mund sowie Magen- und Darmbeschwerden. Blätter und Wurzeln können äußerlich entzündlich auf die Haut wirken und Blasen verursachen.

Aronkelch wirkt giftig bei Hunden und Katzen sowie bei Nagern, wie Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamstern, etc. sowie für Vögel. Die Symptome sind starker Speichelfluss, Schleimhautreizungen, Erbrechen und Durchfall sowie Schluckbeschwerden


VKWS 2012 © All rights reserved | CCH, Company Consulting Hiestand  

Wenn Sie nicht sicher sind ob sich Ihre Katze 
eine Vergiftung zugezogen hat, gehen Sie sofort
mit ihr zum Tierarzt.

Lieber einmal zuviel als dass es vielleicht zu spät sein könnte!
Wenn Sie nicht sicher sind ob sich Ihre Katze
eine Vergiftung zugezogen hat, gehen Sie sofort
mit ihr zum Tierarzt.

Lieber einmal zuviel als dass es vielleicht zu spät sein könnte!
Home. Katzenvermittlung. Findelkatzen. Vermisst wird. Catsitting. Gallerie. Kontakt. Lexikon. Spenden. Patenschaften. Vorsicht giftige Pflanzen. Home. News. Katzenvermittlung. Der Verein. Die Station. Catsitting. Patenschaften. Spenden. Lexikon. Tierärzte. Links. Kontakt.